Mitmachen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Österreich
Im Gespräch mit Richard Berger
Lesezeit: 5 min
Veröffentlicht am: 29.04.2026
Zeitaufwand, Sicherheit und psychische Belastung
Der zeitliche Einsatz variiert stark – von einer Übung pro Monat bis zu mehreren Einheiten pro Woche bei besonders engagierten Mitgliedern. Einsätze während der Arbeitszeit müssen individuell mit Arbeitgebern abgestimmt werden.
In puncto Sicherheit gilt für Berger ein klares Prinzip: „Das höchste Gut ist das Menschenleben.“ Moderne Schutzbekleidung, laufende Schulungen und einsatztaktische Weiterentwicklungen sollen Feuerwehrmitglieder bestmöglich schützen.
Für belastende Einsätze stehen geschulte Peer Teams zur Verfügung, bei Bedarf auch professionelle psychologische Unterstützung. Wer sich für ein Ehrenamt bei der Feuerwehr interessiert, sollte wissen, dass auch für die psychische Gesundheit Vorsorge getroffen wird.
Versicherung und Absicherung für Feuerwehrmitglieder
Unfälle im Übungs- und Einsatzdienst gelten über die AUVA als Arbeitsunfälle. Zusätzliche Absicherungen liegen bei den Feuerwehren oder den Mitgliedern selbst. Berger empfiehlt ergänzend private Unfall-, Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie – besonders für Führungskräfte – eine Rechtsschutzversicherung.
Versicherungen spielen im Feuerwehrwesen insgesamt eine zentrale Rolle: Einerseits durch die Feuerschutzsteuer und Einsatzkostenabrechnungen, andererseits im Schutz der Feuerwehrmitglieder vor rechtlichen, gesundheitlichen oder finanziellen Risiken, etwa bei Unfällen auf dem Weg zum Einsatz.
Der Schutz von Menschen in Ausnahmesituationen ist eine gemeinsame Aufgabe vieler Akteure. Neben den Feuerwehren selbst leisten auch Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft einen Beitrag dazu, dass ehrenamtliches Engagement sicher ausgeübt werden kann. Als Kooperationspartner des Bundesfeuerwehrverbands sieht sich die Allianz als verlässlicher Begleiter, der Verantwortung, Prävention und Absicherung in den Mittelpunkt stellt.
Fazit: Feuerwehr ist mehr als ein Hobby
„Feuerwehr ist mehr als ein Hobby“, betont Berger. „Man hilft anderen in Ausnahmesituationen, erlebt Tragisches, aber bekommt auch enorm viel zurück – vor allem eine zweite Familie.“
Sein Rat an Unentschlossene: mit der örtlichen Feuerwehr sprechen, ein Zeughaus besuchen und hineinschnuppern. Besonders die Feuerwehrjugend sei eine wertvolle, kostenlose Freizeitbeschäftigung, die Teamgeist, Verantwortung und lebenswichtige Fähigkeiten vermittelt.
Kameradschaft, sagt Berger zum Schluss, bedeute für ihn „Vertrauen, Sicherheit – und schwarzen Humor“.
Häufige Fragen zum Mitmachen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Österreich
Wie kann ich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Österreich mitmachen?
Welche Voraussetzungen brauche ich für den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr?
Wie hoch ist der Zeitaufwand bei der Freiwilligen Feuerwehr?
Kostet die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr etwas?
Welche Ausbildung bekomme ich bei der Freiwilligen Feuerwehr?
Wie bin ich als Feuerwehrmitglied versichert?
Wie gehe ich mit psychisch belastenden Einsätzen um?
Eignet sich die Feuerwehrjugend als Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche?
Kann ich die Feuerwehr zuerst ausprobieren?
Kann ich auch ohne Feuerwehrjugend bei der Feuerwehr anfangen?
Kann ich auch ohne Feuerwehrjugend bei der Feuerwehr anfangen?
Ja. Die Feuerwehrjugend ist keine Voraussetzung für den späteren Einstieg. Auch Quereinsteiger:innen – unabhängig vom Alter – sind bei den Freiwilligen Feuerwehren willkommen.
Mehr zur Absicherung für Feuerwehrmitglieder und Ehrenamtliche finden Sie in unserem


















