Wärmende Gerichte für kalte Tage

Wärmendes für kalte Tage: Rezepte gegen das große Zittern

von Lisa Riemann / Lesezeit: 6 Min / veröffentlicht am 16. November 2020

Werden die Tage kälter und niederschlagsreicher, kommen wir schon mal ins Zittern: Denn in unserer Haut befinden sich zahlreiche Rezeptoren, die unsere Umgebungstemperatur monitoren und dabei unterstützen, unsere Kerntemperatur auf ca. 37 Grad Celsius zu halten. Sinkt die Außentemperatur unter die Schwelle von 15 Grad Celsius, wird ein Schutzmechanismus ausgelöst, der eine Verengung der Blutgefäße unserer Haut und eine stärkere Umlenkung des Blutstroms zur Körpermitte zur Folge hat.

Mit der Wahl der richtigen Lebensmittel und den passenden winterlichen Rezepten können wir gegen übermäßiges Kälteempfinden aber ebenso ankämpfen wie mit Mantel, Schal & Co. In diesem Beitrag möchten wir Sie einladen, diese genussvollen Möglichkeiten zu entdecken.

Ein warmes Frühstück garantiert selbst bei klirrend-kalten Temperaturen einen guten Start in den Tag. In kühleren Gefilden wie Schottland und Großbritannien kommt daher vorzugsweise warmer Getreidebrei auf den Tisch. Neben einem angenehm-wohligen Gefühl und einer Anregung des Stoffwechsels garantiert der traditionsreiche Porridge aus Haferflocken aber auch langanhaltende Sättigung und einen Hauch von Nostalgie.

Mit Trockenfrüchten wie Marillen, Datteln, Feigen oder Zwetschken verfeinert, mundet er gerade im Winter – denn im Gegensatz zu kühlend wirkenden Früchten (wie Kiwi, Apfel oder Ananas) verstärken sie den wärmenden Effekt.

Mengenangaben für eine Portion
  • 50 Gramm Haferflocken in einem Topf mit 300 ml Wasser und einer Prise Salz aufkochen und unter Rühren ca. 5 Minuten eindicken lassen.
  • Nach Belieben mit wärmefördernden Gewürzen wie Kardamom und Zimt und/oder (Dörr-)Obst nach Wahl verfeinern – fertig!

Nicht nur zum Frühstück, sondern auch zu allen anderen Mahlzeiten sollte während der Wintermonate Warmes auf den Tisch kommen. Saisonales Gemüse wie Kohl oder Kürbis wird in Eintöpfen mit hitzigen Gewürzen wie Pfeffer, Cumin, Curry oder Chili zum echten Wärmespender. Aber auch Hülsenfrüchte, die als pflanzliche Protein-Bomben die Thermogenese, also die Produktion von Wärme durch die Verdauung von Nahrung, ankurbeln, eignen sich hervorragend für die Zubereitung in Eintopfform.

Wie wäre es etwa mit einem exotischen Linsen-Dal, das neben einem wohligen Gefühl auch eine Prise Urlaubsfeeling vermittelt?

Mengenangaben für eine Portion
  • 87 Gramm rote Linsen in einem Sieb abspülen und anschließend abtropfen lassen.
  • Eine halbe Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Gleiches mit einem ca. zwei Zentimeter großen Stück Ingwer tun.
  • 1 TL Kokosöl in einem großen Topf zum Schmelzen bringen und darin die gehackte Zwiebel glasig dünsten.
  •  Nach und nach Gewürze (½ EL Curry und ½ TL Paprikapulver) sowie Knoblauch und Ingwer zugeben und die Masse kurz scharf anbraten.
  • Anschließend die Linsen, eine halbe Dose stückige Tomaten und 200 ml Kokosmilch zugeben, alles gut aufkochen und bei niedriger Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen.
  • Nach Belieben mit einem ½ EL Sojasoße, ½ EL Zitronensaft und einer Prise Salz abschmecken. Sollte es notwendig sein, kann auch noch etwas Flüssigkeit beigemengt werden.
  • Mit Reis, indischem Naan-, Pita- oder Fladenbrot servieren und ausgiebig genießen.

Sollten Sie Fleisch essen, darf es in der kalten Jahreszeit gerne etwas deftiger werden: Denn rotes Fleisch von Rind, Lamm oder Wild gilt als wärmend. Um sicherzustellen, dass der Genuss nicht auf Gesundheit und Figur schlägt, sollten sie jedoch fett- und beilagenreduzierte Varianten bevorzugen.

Eine gute Alternative zum fleischlichen Genuss sind außerdem Fischgerichte von Kabeljau, Hering, Scholle, Thunfisch oder Forelle. Wer das Angenehme mit dem Nützlichem verbinden will, setzt auf Räucherfisch, der im Ruf steht, besonders genussvoll und wärmespendend durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Wie wäre es beispielsweise mit einer schnell zubereiteten, wohltuenden Erbsensuppe mit Räucherforelle?

 

Mengenangaben für 2 Portionen
  • 150 g tiefgefrorene Erbsen auftauen lassen.
  • 100 g Lauch putzen, waschen und in feine Streifen schneiden.
  • 1 EL Butter oder Margarine in einem Topf zum Schmelzen bringen und darin den Lauch andünsten.
  • 100 g Kartoffeln schälen und würfeln.
  • Erbsen, Kartoffeln und ⅓ Liter Gemüsebrühe dem Lauch beimengen, alles aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  • 50 g Schlagobers beimengen und die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren.
  • Mit dünnen Brotscheiben und 125 Gramm geräucherten Forellenfilets anrichten und servieren. Bon appetit!
Auch während des Winters sollten wir für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Zu einem Tee aufgebrühte dünne, ungeschälte und biologische Ingwerscheiben unterstützen im Vorhaben, mehr zu trinken, und sorgen dank feurig-markanter Note für ein wärmendes Gefühl. Da Ingwer auch eine positive Wirkung im Kampf gegen Erkältungssymptome zugeschrieben wird, ist er gerade zur Grippe-Saison eine empfehlenswerte Wahl.

Sollten Sie dem markanten Geschmack der asiatischen Knolle nichts abgewinnen können, bestehen mit Fenchel- und Yogi-/Gewürztees aber noch weitere Möglichkeiten, sich genussvoll warm zu halten.

Wohl bekomm’s!

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