Immunsystem stärken im Winter

5 Wintersportarten, die Ihr Immunsystem in Schwung bringen

von Lisa Riemann / Lesezeit: 3 Min / veröffentlicht am 20. Februar 2020

Unser Immunsystem hasst Stress. Ob durch hohe Arbeitsbelastung oder extreme sportliche Betätigung ausgelöst, macht für unsere körpereigene Abwehr letztlich keinen Unterschied. Daher sollten wir totale Verausgabung in Beruf und Freizeit vermeiden.

Dass unser Immunsystem regelmäßigen, leichten Ausdauersport hartem Training vorzieht, mag für athletisch weniger Ambitionierte eine erleichternde Nachricht sein: Mit den folgenden fünf Wintersportarten können auch sie ihre Abwehrkräfte während der kalten Jahreszeit einfach und unabhängig von Alter und Fitnesslevel stärken. Also Schluss mit den Ausreden – und auf ins Wintervergnügen.

 

 

Schneeschuhwandern liegt nicht nur im Trend, sondern ist auch gesund: Die gleichmäßige Bewegung stärkt Immun- und Herz-Kreislauf-System durch eine konstante Beanspruchung des gesamten Körpers. Schritt für Schritt im eigenen Tempo – das schafft Gelegenheit, den Alltagsstress abzuhängen. Wer aus dem Training gefallen ist oder sich nur in Gemeinschaft zum Sport motivieren kann, liegt mit dieser Freizeitaktivität jedenfalls richtig. EinsteigerInnen sollten dennoch nicht übertreiben und Touren zunächst auf eine Dreiviertelstunde beschränken.

 

Sofort in Equipment zu investieren, ist ebenfalls nicht notwendig: Viele Sportfachgeschäfte bieten die Möglichkeit, Schneeschuhe und Stöcke vorübergehend zu mieten. Wasserdichtes (!), festes Schuhwerk und ein kleiner Rucksack für Wechselwäsche, Snack und Wasserflasche ergänzen die Ausrüstung und machen die entschleunigende Outdoor-Aktivität zum vergleichsweise günstigen Wintervergnügen.

Besonders reizvoll ist Schneeschuhwandern übrigens in den österreichischen Nationalparks. Die Schutzgebiete KalkalpenHohe Tauern und Gesäuse bieten Interessierten bis in den späten März abwechslungsreiche, geführte Touren.

Beim Langlaufen beanspruchen wir unsere „Muckis“ stärker als bei den meisten anderen Sportarten. Mit einem Einsatz von bis 95% unserer Muskulatur ist die beschwingte Outdoor-Aktivität sogar noch intensiver als der Schwimmsport.

Um auf Langlauf-Ski für einen Immun-Boost zu sorgen, muss die Belastung allerdings an die aktuelle Kondition angepasst werden. Eine sportmedizinische Untersuchung vor Trainingsbeginn ist empfehlenswert, um ein klares und umfassendes Bild der eigenen Limits zu erhalten. Ist entsprechende Fitness gegeben, können wir auf der Loipe zugleich Ausdauer, Kraft und Koordination trainieren. Damit stärken wir nicht nur unsere Immunabwehr, sondern erweisen auch Fettstoffwechsel, Durchblutung und Herz-Kreislauf-System gute Dienste.

Um wirksam zu sein, bedarf es allerdings der richtigen Technik: Ein Langlaufkurs, der den richtigen Bewegungsablauf vermittelt und das Verletzungsrisiko reduziert, ist jedenfalls eine sinnvolle Investition.

Technisch weniger Versierte kommen beim Nordic Cruising auf ihre Kosten: Die „kleine Schwester“ des Langlaufs hat ähnliche gesundheitliche Vorteile wie die „Vollvariante“ wird jedoch auf kürzeren, breiteren und schwereren Ski ausgeübt und sichert damit einen stabileren Stand.

Wer die (gegenüber herkömmlichem Langlauf) kürzeren Gleitphasen verschmerzen kann, gewinnt mit der Trendsportart sogar ein neues Maß an Freiheit, da sie den Weg zu sportlichem Vergnügen abseits der Loipe bahnt. Ehe es ins freie Gelände geht, sollte jedoch ausgiebig auf präparierten Strecken trainiert werden.

Unserem Immunsystem zuliebe dürfen wir uns aufs Glatteis führen lassen: Denn als sanfter Ausdauersport bietet Eislaufen alles, was es zur Stärkung der körpereigenen Abwehr braucht. Laut Wissenschaft soll bereits 30-minütiges Schlittschuhlaufen für positive Effekte auf unser Immunsystem sorgen.

Wer schon an der Sommerfigur arbeitet, darf natürlich weitere Bahnen ziehen und in einer Stunde sogar 800 Kilokalorien verbrennen. Das entspricht immerhin einer Portion Schweinsbraten mit Krautsalat. Soll noch ein Semmelknödel abgearbeitet werden, haben Sie nach weiteren 25 Minuten auch das geschafft.

Doch auch hier gilt: Wer langsam einsteigt, fördert den Genuss und vermeidet körperliche Überforderung. Mit gepolsterten Handschuhen, Knie- und Handgelenksschonern sowie Schlittschuhen, die einen guten Stand garantieren, vermeiden wir unangenehme Hoppalas.

Auch beim Rodeln mit Familie und Freunden können wir unserem Immunsystem Gutes tun: Denn Hochziehen und Steuern des Schlittens sorgen für ein leichtes Ganzkörper-Workout, das unsere Abwehrkräfte in Schwung bringt.

Eine warme Dusche vor und nach dem Rodelspaß sowie geeignete, wasserfeste Kleidung sorgen dafür, dass die Outdoor-Aktivität weder mit kalten Füßen noch mit ungewollter Schnupfennase endet – sondern zum unvergesslichen Erlebnis wird.

Egal, für welchen Immun-Booster Sie sich entscheiden: Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden! In unserer Tipp-Serie geben wir Ihnen regelmäßig Impulse, um Körper und Seele fit zu halten. Wie Sie den Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit gewinnen, verraten wir in unserem nächsten Beitrag.
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