Es ist 6:40 Uhr, mein Wecker klingelt. Und bevor ich noch richtig munter werde, drücke ich schon die Snooze-Taste meines Handys. „Komm ich eben später in die Arbeit“, denkt sich wohl mein verschlafenes Ich. Für mich ist das irgendwie selbstverständlich, aber möglich ist das wegen des Gleitzeitmodells der Allianz. Wie früh ich anfange oder wie spät ich gehe, kann ich allerdings bis zu einem gewissen Grad selbst bestimmen (ausarten sollte es aber dann doch nicht.). Und so erlaube ich mir – ganz selbstbestimmt – noch eine Runde zu schlafen. Flexible Arbeit wird in Form von Gleitzeit aber nicht nur von mir genutzt, sondern ich beschäftige mich auch in meinem Studium damit. In einem Forschungsprojekt habe ich die positiven und negativen Auswirkungen für Personen die flexibel arbeiten, untersucht. Aber „flexibles Arbeiten“ – was bedeutet das?
Flexibles Arbeiten: Nine to five war gestern
Flexibel, flexibler, am flexibelsten
Trend zum Homeoffice: Arbeiten im Pyjama
Tipps für flexibles Arbeiten
1: Regelmäßig treffen
Um langfristig am Ball zu bleiben, würde ich regelmäßige Treffen mit meinen Kolleginnen und Kollegen vereinbaren – vielleicht einen Jour fixe, wöchentliches Mittagessen mit meiner Führungskraft oder gemeinsame Aktivitäten nach der Arbeit.
2: Kommunizieren
Hilfreich kann sein, fixe Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner für bestimmte Themen zu bestimmen. Die Art der Kommunikation (Mail, Telefon etc.) würde ich gemeinsam mit meinem Team festlegen.
3: Wünsche äußern
Hätte ich das Gefühl, dass auf mich vergessen wird, weil ich bei Projekten weniger involviert bin oder bei Beförderungen ausgelassen werde, würde ich das Gespräch mit meiner Führungskraft suchen und meine Wünsche klar äußern.
4: Erreichbarkeit definieren
Ich würde mir klare Zeiten vereinbaren, an denen ich erreichbar bin, damit aus „Nine to five“ nicht „24/7“ wird. Homeoffice bedeutet nämlich nicht, dass man rund um die Uhr verfügbar ist.
5: Grenzen ziehen
Um Konflikte zwischen Arbeit und Privatem zu vermeiden, wäre es mir besonders wichtig, Grenzen zu ziehen. Mein Büro im Wohnzimmer stört mitunter mein Privatleben. Mein Privatleben im Büro stört mitunter die Arbeit.
6: Selbstmanagement
In flexiblen Arbeitsformen hätte ich zwar mehr Spielraum, aber auch mehr damit zu tun, meine Arbeit selbst zu gestalten. Das würde mehr Selbstmanagement erfordern, als ich es jetzt mit Gleitzeit gewohnt bin.
7 Uhr
Das ist kein Tipp, sondern schon wieder mein Wecker. Jetzt muss ich aber wirklich! In der Arbeit werde ich gleich mit meinem Vorgesetzten klären, ob ich auch gelegentlich Homeoffice machen könnte. Trotz der Herausforderungen – für mich klingt es ideal.