Fondsmanager handeln tagtäglich mit Millionen. Die Entscheidungen, die sie treffen, bestimmen den finanziellen Erfolg der ihnen anvertrauten Kundengelder. Doch wie treffen Fondsmanager eigentlich ihre Wahl? Woher wissen sie, wann sie kaufen oder verkaufen müssen? Wie sieht ein typischer Tag eines Fondsmanagers der Allianz Invest Kapitalanlagesellschaft mbH überhaupt aus? Wir haben Andreas Sedlaczek, seines Zeichens Aktienfondsmanager, einen Tag lang für Sie begleitet.
08:00 Andreas steigt in die U-Bahn. Während der Fahrt zum Allianz Gebäude am Hietzinger Kai in Wien verschafft er sich auf seinem Smartphone bereits einen Überblick über die Märkte. Was ist in der Nacht in Amerika passiert, wie haben sich die Aktienmärkte in Asien entwickelt und was könnte das heute für die europäischen Märkte bedeuten? Noch bevor er sich in der Business Lounge einen Kaffee holt, ist Andreas bereits bestens informiert.
08:30 Im Büro angekommen, loggt sich Andreas in seinen Bloomberg Account ein. Bloomberg ist ein Trading- und Informationssystem, über das Fondsmanager Daten aus den verschiedensten Bereichen abrufen können. Um sich in seinen persönlichen Terminal einzuloggen, verwendet er einen Fingerabdruck-Sensor direkt auf seiner Bloomberg Tastatur. Da über den Bloomberg Account täglich unzählige Millionen an Geldern gehandelt werden, sind diese Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Schließlich soll ja auch wirklich nur Andreas Geschäfte für seinen Fonds abschließen können und nicht auch zufällig vorbeikommende Kollegen. In Echtzeit kann er nun die Veränderung der Aktienmärkte und die Entwicklung seines Portfolios sehen. Es gibt viele Ereignisse, welche die Entwicklung seines Portfolios beeinflussen können. Externe Ereignisse, wie zum Beispiel aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen oder die Politik der Notenbanken können das Portfolio sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.
12.30 Andreas trifft sich mit Kolleginnen und Kollegen zum Mittagessen in der Business Lounge. Eine gute Gelegenheit, um die nächstwöchige Präsentation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Vertrieb durchzusprechen. Passt der Aufbau, stimmt die Botschaft, ist die Markteinschätzung nachvollziehbar? Am Ende der Nachspeise stimmt auch der Spannungsbogen.
14:00 Ein Repräsentant eines bekannten Sportartikelherstellers kommt vorbei, um Andreas die neuesten Entwicklungen seines Unternehmens zu präsentieren.
15:30 Nach dem Meeting beschließt Andreas, das Risiko in der Aktie des Sportartikelherstellers zu reduzieren. Die Aktie ist schon sehr gut gelaufen, jedoch sieht er in anderen Aktien noch mehr Potential. Währenddessen öffnen die Börsen in Amerika. Jetzt kommt noch einmal richtig Schwung in den Aktienmarkt.
17:30 Börsenschluss. Andreas macht sich auf den Weg zu einer Veranstaltung, bei der ein angesehener Volkswirt über die neuesten Entwicklungen in den Emerging Marktes spricht.
19:00 Endlich! Der Tag ist geschafft. Andreas schwingt sich auf sein Rennrad und fährt eine Runde um Wien. Die sportliche Betätigung hilft ihm, auf andere Gedanken zu kommen und den Stress des Tages hinter sich zu lassen.