Nachhaltige Veranlagung

Nachhaltige Veranlagung leicht gemacht

von Lisa Riemann / Lesezeit: 2 Min / veröffentlicht am 11.12.1014

Meterhohe Papierstapel, Unmengen an Müll und ein Energieverbrauch, der durch die Decke schießt: Solche Szenarien kennt man aus vielen großen Unternehmen. Dieser Entwicklung wollte die Allianz in Österreich tunlichst entgegenwirken und fasste 2006 den Entschluss, Maßnahmen zur CO2-Reduktion zu starten. Seit zehn Jahren setzt sich die Allianz mittlerweile aktiv für die Reduktion des CO2-Verbrauchs ein. Für mich Grund genug, eine kleine Reise in die Vergangenheit zu machen. In dieser Zeit sind nicht nur die hauseigenen CO2-Emissionen gesunken, sondern gleichzeitig ist auch das Umweltbewusstsein innerhalb der Allianz deutlich gestiegen.

 

 

Trotzdem gibt es immer noch viele Bereiche, wo in Richtung Nachhaltigkeit bis dato erst sehr kleine Schritte gemacht worden sind. Wissen Sie zum Beispiel, ob Ihre Pensionsvorsorge nachhaltig veranlagt ist oder wie das Geld eingesetzt wird, das auf Ihrem Sparbuch liegt? Um mehr Nachhaltigkeit auch in die Finanzbranche zu bringen, haben wir uns schon vor einigen Jahren mit dem WWF zusammengetan. Die zentrale Frage lautet: Was können wir tun, um gemeinsam eine nachhaltigere Welt für nachfolgende Generationen zu sichern?
Als Antwort auf diese Frage haben wir uns nicht einfach bloß dazu entschieden, zusätzlich zu unserem bestehenden Veranlagungsangebot einen Nachhaltigkeits-Fonds anzubieten (das tun wir sowieso). Wir gehen weiter. Der WWF hat unser gesamtes veranlagtes Kapital analysiert und bewertet, das sind immerhin 7 Milliarden Euro, eine unvorstellbare Summe für den Ottonormalverbraucher. Und genau diese Kapitalanlagen wollen wir jetzt noch verbessern.

In Kooperation mit 70 Experten aus verschiedenen Organisationen wie der WU Wien, der Arbeiterkammer, der CaritasKPMG oder der OeNB und vielen weiteren hat der WWF in den letzten fünf Jahren ein innovatives Investmentbewertungsmodell entwickelt, das anhand eines Punktesystems die wichtigsten Wertpapierklassen analysiert. Das sind:

  • Staatsanleihen
  • Unternehmensanleihen
  • Aktien
  • Pfandbriefe

Alle Titel in unserem Portfolio wurden anhand dieses Bewertungsmodells betrachtet. Jedes Unternehmen, jeder Staat, jede Aktie und jeder Pfandbrief bekommen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Wirtschaft Punkte zugeteilt. Abhängig davon, wie viele Punkte ein Wertpapier dann insgesamt erhält, werden ihm dann unterschiedliche Farben zugeteilt (siehe Grafik oben). In diesem Analyseprozess hat der WWF festgestellt, dass sich die gesamten Kapitalanlagen der Allianz zu 83 Prozent im grünen und gelb-orangen Bereich befinden.

Um diesen Wert noch zu verbessern und den roten Bereich so weit wie möglich zu verkleinern, haben wir uns konkrete Nachhaltigkeitsziele für unsere Kapitalanlagen gesetzt. So ziehen wir uns zum Beispiel freiwillig ab 2015 aus Kohleabbau-Investments zurück und setzen stattdessen verstärkt auf erneuerbare Energien, wie zum Beispiel Windkraft und Solarenergie. Durch diese Maßnahmen wollen wir bis 2020 insgesamt 88 Prozent unseres Portfolios in den grün-gelb-orangen Bereich bringen.

Die Umstellung erfolgt in einem langfristigen Prozess mit klaren und messbaren Nachhaltigkeitszielen. Die Anpassung passiert Schritt für Schritt und ist vertraglich mit dem WWF fixiert. Unsere Kundinnen und Kunden sollen wissen, wie nachhaltig ihr Geld investiert wird und das auch bei ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen können.Rendite und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand.

Wenn der Gedanke, nachhaltig zu veranlagen, auf Interesse in der Branche stößt und andere Unternehmen dem Beispiel der Allianz Österreich folgen, kann dies große Auswirkungen haben. Denn wir glauben: Um eine nachhaltigere Welt zu schaffen, ist die transparente und verantwortungsvolle Lenkung der globalen Kapitalströme die Lösung. Wir sind gefordert, nicht nur an die Zukunft zu denken, sondern sie konstruktiv und proaktiv zu gestalten.

Genauere Informationen dazu finden Sie hier.

Zu Nachhaltigkeit in Allianz
Blog-Autorin

Market Management & Corporate Communications