Wohnen & Recht

Einbruchschutz

Risiko eines Einbruchs verringern

Von: Allianz Redaktion
Lesezeit: 5 min
Aktualisiert am: 10.09.2026

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden trifft uns besonders, weil das Zuhause ein Ort der Sicherheit ist. Genau dieses Gefühl nehmen Einbrecher weg, oft schlimmer als der materielle Schaden selbst. Die gute Nachricht: Das Risiko auf einen Einbruch lässt sich verringern. Studien zeigen, dass Einbrecher schnelle, unkomplizierte Gelegenheiten suchen – und bei zu großem Widerstand in der Regel aufgeben. Der richtige Einbruchschutz schreckt Einbrecher ab, bevor sie überhaupt einen Versuch unternehmen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Schwachstellen Einbrecher bevorzugt nutzen, welche Einbruchsicherung helfen kann und wie Sie mit der Allianz Haushaltsversicherung im Ernstfall abgesichert sind.

Wann schlagen Einbrecher zu?

Für Einbrecher besonders attraktiv sind Situationen, in denen niemand zu Hause ist und das auch von außen erkennbar ist. Das erklärt, warum Einbrüche in Österreich vor allem in den dunklen Monaten zwischen Herbst und Winter zunehmen: Wenn es früh dunkel wird, bieten bereits die frühen Abendstunden ausreichend Deckung, noch bevor die meisten Menschen von der Arbeit zurückkehren.

Ferienzeiten, Wochenenden und Urlaubsreisen gelten als Zeiten mit erhöhtem Einbruchsrisiko. Wer dann noch sein Reiseziel vorab in sozialen Medien ankündigt, verrät potenziellen Einbrechern, wann die Wohnung oder das Haus unbeaufsichtigt ist.

Einbruchschutz-Tipps: So schützen Sie Ihr Zuhause

Einbrecher sind auf schnelle, unkomplizierte Gelegenheiten aus und geben bei zu großem Widerstand in der Regel auf. Mit den richtigen Maßnahmen an Türen, Fenstern und im Alltag machen Sie Ihr Zuhause zu einem unattraktiven Ziel. Die folgenden zehn Tipps zeigen, wie Sie Ihr Zuhause besser vor Einbrechern schützen können.

Tür

Tipp 1 – Sicherheitstür einbauen

Die Eingangstür ist das Hauptziel der meisten Einbrecher. Eine massive, normgerechte Sicherheitstür ist deshalb eine der wirksamsten Einzelmaßnahmen überhaupt.

Geprüfte Sicherheitstüren nach ÖNORM B 5338 werden in sechs Widerstandsklassen (RC 1N bis RC 6) eingeteilt. Für den privaten Wohnbereich empfehlen sich RC 2 oder RC 3: Eine RC 2-Tür hält Einbruchsversuchen mindestens drei Minuten stand, eine RC 3-Tür mindestens fünf. In der Regel lang genug, um die meisten Einbrecher abzuschrecken. Zur umfassenden Einbruchsicherung gehören außerdem ein geprüfter Schließzylinder und Schutzbeschlag sowie – bei Glasanteilen – eine einbruchhemmende Verglasung.

Ein wichtiger Hinweis für Allianz-Kund:innen: Die Ausführung nach ÖNORM B 5338 ist in den Versicherungsbedingungen als verbindliche Anforderung für eine anerkannte Sicherheitstür definiert. Wer eine solche Tür einbaut und dies bei Vertragsabschluss angibt, profitiert außerdem von bis zu 5 % Prämienrabatt auf die Haushaltsversicherung.

Tipp 2 – Fenster, Balkon- und Terrassentüren absichern

Auch ein gekipptes Fenster reicht Einbrechern als Einstieg. Alle Öffnungen in Reichhöhe sollten mit einer der folgenden Maßnahmen gegen Einbrüche gesichert sein:

Eisengitter oder Scherengitter
Rollbalken oder Rollgitter
In Schienen laufende Rollläden
Fenster- oder Türläden mit Innenriegel
Einbruchhemmende Verglasung
Wichtig: Dauerhaft geschlossene Rollläden signalisieren Abwesenheit.
Installation einer Alarmanlage

Tipp 3 – Alarmanlage installieren lassen

Eine Alarmanlage löst bei einem Einbruchsversuch einen Alarm aus und kann – je nach System – Bewohner, Sicherheitsdienst oder Notrufzentrale benachrichtigen. Damit sie versicherungsrechtlich anerkannt wird, muss sie VSÖ-geprüft und von einem VVO-anerkannten Errichter installiert sein.

Für maximale Wirkung empfiehlt sich die Kombination mit Bewegungsmeldern und Außenbeleuchtung.

Auch hier gilt: Bis zu 5 % Prämienrabatt auf die Allianz Haushaltsversicherung bei installierter Alarmanlage.

Tipp 4 – Zeitschaltuhren und smarte Technik einsetzen

Auch wenn niemand zu Hause ist, kann Ihr Zuhause bewohnt erscheinen. Bewährte Maßnahmen:

Licht in verschiedenen Räumen per Zeitschaltuhr steuern
Radio oder Fernseher zu wechselnden Zeiten laufen lassen
Bewegungsmelder mit Außenbeleuchtung im Eingangs- und Gartenbereich
App-gesteuerte Systeme für Kontrolle aus dem Urlaub nutzen
Frau packt Koffer

Tipp 5 – Urlaubspostings erst nach der Rückkehr veröffentlichen

Wer Urlaubsfotos in Echtzeit veröffentlicht, gibt unter Umständen preis, dass aktuell niemand zu Hause ist. Das gilt für Ankündigungen, Echtzeit-Fotos vom Reiseziel und Check-ins am Flughafen gleichermaßen.

Empfehlung: Reisefotos und -berichte erst nach der Rückkehr veröffentlichen.

Tipp 6 – Briefkasten leeren und Außenanlagen pflegen

Ein voller Briefkasten ist ein klassisches Abwesenheitssignal. Bitten Sie während Ihrer Abwesenheit einen Nachbarn, Ihre Post regelmäßig zu entnehmen. Und organisieren Sie im Winter eine Schneeräumung oder im Sommer jemanden, der Ihren Rasen mäht.

Hauseinfahrt

Tipp 7 – Leitern und Einstiegshilfen wegräumen

Leitern, Mülltonnen oder stabile Gartenmöbel in der Nähe von Fenstern und Balkonen erleichtern Einbrechern den Aufstieg erheblich. Vor längerer Abwesenheit gilt: Leitern im Schuppen oder in der Garage einschließen, Gartenmöbel wegräumen und Mülltonnen nicht direkt unter Fenstern abstellen.

Tipp 8 – Wertgegenstände sicher verwahren

Bargeld und Wertsachen gehören in einen Tresor – denn die Entschädigungsgrenzen* der Haushaltsversicherung hängen direkt von der Art der Aufbewahrung ab:

Kein Tresor oder Tresor unversperrt - max. 15.000 €
Tresor mit mind. 100 kg + Feuerschutz - max. 20.000 €
Tresor Klasse IV oder VSÖ EN 0 - max. 40.000 €
Tresor Klasse IV oder VSÖ EN 1 - max. 60.000 €
Tresor Klasse VSÖ EN 2 - max. 100.000 €
Tresor Klasse VSÖ EN 3 - max. 200.000 €
*Diese Entschädigungsgrenzen gelten nur für die Allianz Haushaltsversicherung.

Unsere Empfehlung: Ein Werteverzeichnis mit Fotos und Beschreibungen aller Wertgegenstände, welches getrennt vom Tresor aufbewahrt wird. Das spart im Schadensfall erheblich Zeit.

Nachbarn

Tipp 9 – Nachbarn einweihen und aufmerksam sein

Aufmerksame Nachbar:innen bemerken Ungewöhnliches oft schnell. Vor längerer Abwesenheit einfach kurz Bescheid geben, Kontaktdaten austauschen und bitten, auf unbekannte Personen und Fahrzeuge zu achten.

Tipp 10 – Beim Verlassen der Wohnung: alles konsequent absperren

Das vollständige Versperren aller vorhandenen Schlösser ist bei den meisten Versicherungen eine vertraglich vereinbarte Obliegenheit. Wird sie verletzt, kann die Entschädigungsleistung im Schadenfall gekürzt werden oder ganz entfallen.

Der einfachste, aber auch am häufigsten vernachlässigte Tipp: Türen wirklich absperren, nicht nur zuziehen. Eine kurze Checkliste hilft dabei, das Absperren zur Routine zu machen:

Haustür vollständig versperrt
Alle Fenster geschlossen
Balkon- und Terrassentüren versperrt
Kellerfenster und -türen kontrolliert
Wertschutzschrank versperrt
Vereinbarte Sicherungen (z. B. Alarmanlage) aktiviert

Vereinbarte Sicherungen (z. B. Alarmanlage) aktiviert

Wer alle Einbruchschutz-Maßnahmen umsetzt, minimiert das Risiko erheblich. Ein Restrisiko bleibt jedoch immer – und genau dafür ist die Haushaltsversicherung da.

Was ist gedeckt?

Die Einbruchdiebstahl-Deckung ist in allen drei Paketen der Allianz Haushaltsversicherung (Basis, Smart und Max) enthalten. Versichert sind laut den Versicherungsbedingungen vier Gefahrenkategorien:

Ersetzt wird grundsätzlich der Neuwert der gestohlenen oder beschädigten Sachen. Die Entschädigungsgrenzen für Wertsachen hängen, wie in Tipp 8 beschrieben, von der Art der Aufbewahrung ab.

Einbruchdiebstahl:
Eindringen durch Aufbrechen, Einsteigen, falsche Schlüssel oder Schlüsselraub
Einfacher Diebstahl:
Entwendung ohne Einbruch, z. B. aus der eigenen Wohnung oder dem Gemeinschaftsbereich
Beraubung:
Wegnahme von Sachen unter Anwendung oder Androhung von Gewalt
Vandalismus im Zuge eines Einbruchs:
Vorsätzliche Zerstörung oder Beschädigung nach dem Eindringen

Moderne Kriminalität – nur im Paket MAX abgedeckt

Einbrecher werden zunehmend technisch versierter. Moderne Schließsysteme mit Codetastaturen oder Fingerabdruckscannern gelten zwar als sicher, können aber bei unbefugter Nutzung überwunden werden, ohne dass ein klassischer Einbruch mit aufgebrochenen Türen oder Fenstern stattfindet.

Diese sogenannte moderne Kriminalität ist eine eigene Gefahrenkategorie und ausschließlich im Paket MAX der Allianz Haushaltsversicherung versichert.

Einbruchschutz lohnt sich

Einzelne Schlösser oder eine Alarmanlage allein machen ein Zuhause einbruchsicher. Was wir empfehlen, ist ein Zusammenspiel: mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern, smarte Technik zur Abschreckung und bewusstes Verhalten im Alltag.

Für den Fall, dass trotz allem etwas passiert, kann die Allianz Haushaltsversicherung für die finanzielle Absicherung helfen. Und wer gleichzeitig in guten Einbruchschutz investiert, wird dafür belohnt: Sicherheitstür, Alarmanlage und Außenschutz bringen jeweils 5 % Prämienrabatt!

Gut zu wissen

Häufig gestellte Fragen zum Einbruchschutz

Veröffentlicht am: 03.11.2022