Austrian World Summit

Austrian World Summit: Mehr Action für den Klimaschutz

von Lisa Riemann / Lesezeit: 4 Min / veröffentlicht am 11.06.2019
Der Klimanotstand ist kein entferntes Szenario, mit dem wir uns in ferner Zukunft auseinandersetzen können: Es steht schon vor der Tür. Denn laut IPCC-Report sind wir nur noch ein Jahrzehnt davon entfernt, in Sachen Klimawandel den „point of no return“ zu erreichen und eine unumkehrbare, vom Menschen nicht mehr kontrollierbare Kettenreaktion in Gang zu setzen. Um dieses Worst Case-Szenario abzuwenden, muss bis 2020 eine tatsächliche Trendwende einsetzen und die Emissionskurve ab dann steil nach unten zeigen, erinnerte Klimaaktivistin Greta Thunberg in ihrer Rede.
Viele prekäre Themen, die die Menschheit in ihrer Geschichte bewegten, wurden nicht unter Federführung der Politikgelöst, erinnerte R20-Initiator Arnold Schwarzenegger. Was die großen Bürgerrechtsbewegungen vergangener Jahrzehnteschafften, ist auch heute nicht außer Reichweite: Mit gemeinschaftlich und nachdrücklich erhobener Stimme kann die Politik zum Handeln verpflichtet werden. Somit geht die wahre „Action“ von den Bürgerinnen und Bürgern aus.
Unsere Konsumentscheidungen sind spielentscheidend: Indem wir unser Verhalten überdenken und anpassen, setzen wir selbst als kleine Player bedeutende Kettenreaktionen in Gange. Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen und diese Rolle nutzen, um andere zu inspirieren, hält auch Ex-Skiprofi Aksel Lund Svindal für essentiell. Indem wir uns „anstecken“ lassen, kleine Verhaltensänderungen in Angriff zu nehmen, schaffen wir in Summe mehr als einige wenige, die Extreme verfolgen.
Good News: Im Kampf gegen die Klimakrise dürfen wir auf Bewährtes setzen. Denn weltweite Best Practice-Beispiele halten schon heute Antworten auf zentrale Zukunftsfragen bereit. Ob smarte Maßnahmen zur Parkraumbewirtschaftung, Erfolgsmodelle zum Ausbau der e-Mobility-Ladeinfrastruktur oder müll- und biomethanbasierter Ersatz für fossile Treibstoffe: Wir können voneinander lernen und auf Erfahrungswerte bauen, um die Klimawende einzuleiten. In den Reihen der Best Practice-Beispiele reiht sich auch die Allianz auf globaler und regionaler Ebene ein. Mit unserem nachhaltigen Veranlagungsmodell und unseren Initiativen im Hinblick auf CO2-Einsparungen setzen wir uns für eine grünere Zukunft ein.
Langzeitinvestoren und Asset-Eigentümer haben die Macht, mit ihren Entscheidungen Großes zu bewegen. Sie auf Klimaneutralität des Gesamtportfolios einzuschwören, gehört daher auch zu den zentralen Anliegen der Allianz SE Group, erläuterte Vorstand Dr. Günther Thallinger. Wollen wir die Klimaziele erreichen, müssen die internationalen Finanzflüsse mit den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens in Einklang gebracht werden. Grüne Investments und eine klare Absage an Kohle und CO2-intensive Geschäftsmodelle sind Basis dafür, unseren Planeten lebenswert zu erhalten. Dass der Klimanotstand mit einem Umbau des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems beantwortet werden muss, davon ist auch Bundespräsident Alexander van der Bellen überzeugt. Für diese große Aufgabe stünden allerdings nur 20 bis 30 Jahre zur Verfügung.
Klimaschutz mindert nicht unseren Wohlstand, sondern kann sogar dazu beitragen, die Prosperität zu erhöhen. Wie u.a. am Beispiel Baden-Württemberg erkennbar, können Green Businesses und grüne Produktlinien die Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten stärken. Klimaschutz sichert damit auch regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Sie wollen die Zuschauertribüne verlassen, um tatkräftig an der Klimawende mitzuarbeiten? Dann sollten Sie unseren nächsten Beitrag nicht verpassen, der zeigt, wie Sie Ihren ökologischen Fußabdruck einfach aber effektiv um mindestens eine Schuhgröße verkleinern können.
Zu Nachhaltigkeit in Allianz
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