Ein zentrales Anliegen ist zum Beispiel der schrittweise Ausstieg aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Nuklearenergie bis 2030/2035. Unser aktueller Klimabericht zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg und haben bereits beachtliche Fortschritte erzielt:
- Kohle: Unser analysierbares Investment-Portfolio ist fast frei von Kohle. Nur weniger als 0,2 % stehen (aktuell stagnierend) noch in Verbindung mit Umsätzen aus Kohle, von denen der allergrößte Teil auf Energieunternehmen zurückgeht, die neben anderen Energieträgern auch Kohle zur Stromerzeugung einsetzen.
- Öl und Gas: Nur rund 4,5% des analysierbaren Investment-Portfolios entfallen (aktuell stagnierend) auf Öl- und Gas-Investments. Bedeutsam ist: Rund die Hälfte dieser Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft haben ein Netto-Null-Ziel bis 2050 und/oder arbeiten mit den wissenschaftlich anerkannten „SBTI approved targets“, befinden sich also in der Transition.
- Nuklearenergie: Der Anteil am analysierbaren Investment-Portfolio ist auf weniger als 0,6% gesunken.
- Unser Portfolio des Versicherungsgeschäfts mit Unternehmen ist frei von Kohle und Kernenergie und weitgehend frei von Erdöl und Erdgas. In Betrachtung nach Wertschöpfungskette: Wir versichern keine Exploration und Produktion oder Erdölinfrastruktur-Ausbauprojekte, sondern nur Unternehmen, die u.a. mit Kraftstoffen, Heizöl oder Gas handeln.
Im Treibhausgas-Fußabdruck des (anteilig gestiegenen) analysierbaren Investmentportfolios beobachten wir Anstiege in Scope 31, doch sinkende absolute Treibhausgasemissionen (THGe) bei direkten Emissionen (Scope 1+21).
Der Schwerpunkt zur Dekarbonisierung der Versicherungsportfolien liegt für die Allianz Elementar Versicherungs-AG im Motor Retail Versicherungsgeschäft, wo wir eine deutliche Reduktion der zugeordneten CO2-Emissionen bis 2030 anstreben.
Und wie mobilisieren wir Kapital für Klimaziele?
· Der Anteil von Green/Social Bonds am Gesamtportfolio beträgt in der Allianz Elementar Versicherungs-AG über 6% und in der Allianz Elementar Lebensversicherungs-AG über 3%.
· In der fondsgebundenen Lebensversicherung umfasst unsere Auswahl zu etwa zwei Drittel nach Art. 8 SFDR2 klassifizierte Fonds (d.h. das Produkt berücksichtigt ökologische und/oder soziale Aspekte bei der Auswahl der Anlageinstrumente) und zu rund 13% nach Art. 9 SFDR klassifizierte Fonds (d.h. es handelt es sich um Produkte, die mit einer nachhaltigen Investition ein Umwelt- oder auch ein soziales Ziel anstreben).
Zum zweiten Mal haben wir im Klimabericht auch Kennzahlen zur Integration von Biodiversität in unseren Investments veröffentlicht, über Tätigkeiten, die sich nachteilig auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität auswirken.
In der eigenen Betriebsökologie konnten wir durch kontinuierliche Maßnahmen zur Ressourceneinsparung unsere Treibhausgas-Emissionen pro Mitarbeiter:in im Zeitraum 2019-2024 um ca. 56% reduzieren. Und seit 1.1.2025 beziehen wir Grünen Strom mit UZ46-Zertifizierung (vgl. Umweltzeichen Richtlinie) für unsere Standorte.
1Vgl. Scope 1, 2, 3 Emissionen | ClimatePartner
2 Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (auch „EU-Offenlegungsverordnung“ oder „Sustainable Finance Disclosure Regulation“).