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Zeitreise durch die Allianz Geschichte

Allianz in Österreich - sicher seit mehr als 150 Jahren

Es war 1860, als alles begann: Ein Schaden/Unfall-Versicherer namens „Oesterreichischer Phönix" schreibt eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte. Heute – als Allianz Gruppe in Österreich – schenken dem integrierten Finanzdienstleister und Service-Anbieter mehr als 1,1 Millionen Kunden das Vertrauen.

Die Historie unserer Gesellschaften ist eng verflochten mit der Geschichte Österreichs. Sie steht in Konnex zu einem Land, das auf eine zum Teil leidvolle Geschichte zurückblickt, das mit der Zerreißung großer Einheiten, mit Zerstörung und Wiederaufbau, mit Verfremdung und Verfehlung sowie schließlich Rückkehr zu sich selbst konfrontiert war. Über alle Umbruchphasen hinweg haben sie es verstanden, sich zu behaupten und einen erfolgreichen Weg in die Zukunft zu steuern. Die Besinnung auf die eigene Tradition und das Selbstverständnis sind dabei grundlegende Erfolgsfaktoren.

  Allianz Zeitreise

  • 1860 - 1918

  • 1918 - 1938

  • 1938 - 1945

  • 1945 - 1999

  • 2000 - heute

1860 - 1918

Allianz - phoenix146

Lebhafter Aufschwung

Die Gesellschaft war zum Geschäftsbetrieb im In- und Ausland berechtigt, und Feuer-, Transport- und Hagelversicherung bildeten den Geschäftsgegenstand. Alleine das Inland stellte ein riesiges Arbeitsgebiet dar. Reichte doch das Kaiserreich Österreich bzw. ab 1867 die österreichisch-ungarische Monarchie von Böhmen bis Dalmatien und von Siebenbürgen bis Vorarlberg. Und die Zeitschrift "Oesterreichischer Volkswirt" kommentierte: "So muss man offen gestehen, ... dass vielleicht keine der übrigen Assekuranzen in Österreich bereits in der ersten Zeit ihres Bestandes, sich eines so lebhaften Geschäftsaufschwunges ... zu erfreuen hatte." Doch Anerkennung gab es nicht nur in der Presse, sondern auch von Seiten des Staates: Bereits 1863 erhielt der Oesterreichische Phönix das "k.k. Privilegium" – im Gesellschaftsnamen verankert – sowie die Erlaubnis, auf allen Drucksorten den kaiserlichen Adler zu verwenden.

Weltreich des Feuerphönix

Doch der Geschäftsbetrieb wurde ausgedehnt: zuerst auf Rumänien und Serbien, dann auf Elsass-Lothringen, Italien und den Orient bis Kairo, Alexandrien und Konstantinopel. 1883 wurde eine Filiale in Paris gegründet, 1886 erfolgte die Konzessionserteilung für Bayern.

Um die Jahrhundertwende war Phönix auch in England, Schweden, Dänemark sowie Russland präsent und machte dann den Sprung über den Atlantik. Ab 1901 operierte die Gesellschaft in Nordamerika und war so nach dem großen Erdbeben in San Francisco vom 4. April 1906 auch wesentlich an der Schadenabwicklung beteiligt. Im internationalen Geschäft trat die Allianz vornehmlich als Rückversicherer auf.

Elementar als Konkurrent

Schon knapp ein Jahrzehnt vorher revoltierten 24 Vertreter der Industrie und wollten sich nicht mehr länger dem Preisdiktat der im so genannten "Feuerkonkordat" vereinigten Versicherer Österreich-Ungarns unterwerfen, dem auch der Oesterreichische Phönix angehörte. So errichteten Industrielle 1896 in Wien ihren eigenen Versicherungsverein: den "Versicherungs-Verband österreichischer und ungarischer Industrieller". Da die Konkordatsversicherungen dem Verband die Rückversicherung verweigerten, gründete dieser dafür die "Oesterreichische Elementarversicherungs Actien-Gesellschaft", die am 30. Dezember 1897 aus der Taufe gehoben wurde. Die Elementar war zum Betrieb der Erst- und Rückversicherung in den Sparten Feuer, Glasbruch, Hagel, Transport, Unfall und Haftpflicht berechtigt. Bis zum Ende der Donaumonarchie wurde das Vertriebsnetz auf sämtliche Kronländer ausgeweitet.

1918 - 1938

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Doppeladler in Trümmern

Mit dem Zerfall der Donaumonarchie änderte sich die Geschäftsgrundlage ganz entscheidend. Das Staatsgebiet schrumpfte von 672.616 auf 83.838 Quadratkilometer, die Zahl der Einwohner von 50 auf sieben Millionen. Das Versicherungswesen musste neu geordnet werden. Die katastrophale Geldentwertung der ersten Nachkriegsjahre und die für alle Anbieter gleichermaßen schwierige Rettung ihres Bestandes in den ehemaligen Kronländern ließ die Versicherer zusammenrücken. Der Oesterreichische Phönix übernahm zwei angesehene Sachversicherer: die 1881 gegründete "Wiener Versicherungs-Gesellschaft" sowie die 1897 errichtete "Providentia Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft".

Damit wurde der Oesterreichische Phönix in Österreich Marktführer als größter Elementar- und Industrieversicherer. Und die Elementar war vor die Alternative gestellt, ihren Geschäftsbetrieb deutlich zu reduzieren oder den geänderten Verhältnissen durch eine entsprechende Umgestaltung Rechnung zu tragen. Sie entschied sich für Variante zwei und schloss 1920 mit den beiden Londoner Gesellschaften "Commercial Union Assurance Company Ltd." und "The Excess Insurance Company Ltd." Verträge ab. Vom 10. März 1921 an hieß sie "Anglo-Elementar Versicherungs-Actien Gesellschaft".

Bauten, Stürze und Erschütterungen

Der Phönix übersiedelte 1929 auf den Otto-Wagner-Platz im neunten Bezirk – gleich neben der heutigen Nationalbank. Dieses neu errichtete Bürogebäude galt damals als das modernste in Wien, gab es doch dort schon so etwas wie Vorläufer des Computers. Doch muss die Bedienung dieser Automaten über Schaltschnüre und Lochkarten für PC-User aktuellen Zuschnitts recht abenteuerlich gewirkt haben. Im selben Jahr wurde die Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge obligatorisch – ein Schritt, mit dem Österreich zum Pionier in Europa wurde. Denn ein derartiges Obligatorium gab es lediglich in den skandinavischen Ländern und der Schweiz.

Die Zwischenkriegszeit war dennoch alles andere als einfach für Versicherungen. Kursstürze an der New Yorker Wall Street im Oktober und November 1929 lösten die Weltwirtschaftskrise aus. Und im Winter 1936/37 gab es in Österreich rund 700.000 Arbeitslose, fast die Hälfte davon so genannte "Ausgesteuerte" – also Nichtunterstützte.

Ein Skandal erschütterte die Versicherungswelt. Der Lebens-Phönix, Namensvetter des Sach-Phönix mit ursprünglich gleichen Wurzeln im 19. Jahrhundert, war zur drittgrößten Versicherungsgesellschaft Europas geworden. Doch die auf Expansion um jeden Preis ausgerichtete Geschäftspolitik führte das Unternehmen zu viel bestaunter Größe – und letztlich in den Ruin. Alle Fäden zog Direktor Wilhelm Berliner, und als dieser 1936 nach einer Operation nicht mehr aus der Narkose aufwachte, hinterließ er ein katastrophales Erbe: Der Lebens-Phönix wurde liquidiert, das Vertrauen in die ganze Branche erschüttert! Doch noch viel größer als die Imageprobleme der Branche waren jene des namensgleichen Elementar-Phönix. Außerdem mussten die gemeinsamen Kooperationsebenen aufgelöst und neu geregelt werden – national und international. Die Aktienbeteiligung der Lebens- an der Sachgesellschaft übernahm die Assicurazioni Generali.

1938 - 1945

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Alles anders über Nacht

Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 12. März 1938 brachen "andere" Zeiten an: für Österreich, und auch für Phönix und Elementar. Die "Commercial Union" übertrug ihren Besitzanteil an der Elementar an die deutsche "Colonia, Kölnische Versicherungs Aktien-Gesellschaft", die den Kaufpreis mit den Devisen- und Valutabeständen der Elementar finanzierte. Der Firmenname wurde geändert auf "Allgemeine Elementar Versicherungs Aktien-Gesellschaft".

Dem Phönix ging es nicht anders. Das im Besitz der Generali befindliche Aktienpaket erwarb die "Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs-Aktiengesellschaft", gleichzeitig wurde der Phönix in den Allianz Konzern eingegliedert. Und noch vor Jahresende lautete der neue Name "Wiener Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft". Damit übernahm die Wiener Allianz auch die äußeren Merkmale einer Konzernanstalt: aus dem Feuervogel Phönix wurde ein Adler mit drei Jungen.

Die folgenden Jahre waren überschattet von den dramatischen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Die Internationalität des Versicherungswesens wurde mit Fortschreiten des Krieges durch die Unterbindung des Geschäftsverkehrs mit dem "feindlichen" Ausland erschüttert. Und auch im Inland kam es zu Beschränkungen, indem zur Verhinderung "volks- und staatsfeindlicher (reichsfeindlicher) Bestrebungen" Versicherungsverträge unter anderem von Juden zu Gunsten Reiches eingezogen wurden. Die Rückkaufwerte aus Lebens- und Rentenversicherungen fielen an den Staat. Und mit der Mobilisierung für den "totalen Krieg" wurde per Verordnung eine Lebensader der Versicherungsgesellschaften unterbunden: Zur Beschränkung des Wettbewerbs durfte nicht mehr unaufgefordert für den Versicherungsabschluss geworben werden.

1945 - 1999

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Ende und Anfang: Wie der Phönix aus der Asche

Im Chaos nach Kriegsende begann der völlig neue Aufbau der Unternehmen. Die "Wiener Allianz" wie auch die "Elementar" galten als "Deutsches Eigentum" und wurden unter öffentliche Verwaltung gestellt. Ihr Hauptgebäude am Otto-Wagner-Platz musste die Allianz innerhalb von 48 Stunden räumen und der US-amerikanischen Besatzungsmacht überlasen. Neben dem größten Teil des Mobiliars gingen dabei auch Archiv- und Aktenmaterial verloren. Über Rückstellungsprozesse kamen die Vorkriegseigentümer wieder zu ihrem Besitz und damit die Generali ans Ruder, doch der Name "Wiener Allianz" wurde beibehalten. Äußeres Zeichen des Wiederauferstehens war der Bau eines neuen Bürogebäudes – der 1957 bezugsfertige Opernringhof entstand. Die Elementar beschreibt die Zeit von 1945 bis 1955 in ihren Annalen als die härtesten und schicksalhaftesten Jahre seit ihrer Gründung. Zwei Drittel des Geschäfts mussten als verloren abgeschrieben werden, auf dem restlichen Drittel – dem österreichischen Geschäft – lasteten die Folgen des unheilvollen Krieges. Erst 1954 konnte die Commercial Union die Elementar-Aktien zurück erwerben, womit die Basis für eine geordnete Weiterentwicklung gegeben war.

Der Abschluss des Staatsvertrages im Jahr 1955 mit der endgültigen Wiederherstellung der österreichischen Souveränität war der Beginn für den wirtschaftlichen Aufschwung und ein kontinuierliches Geschäftswachstum. Und 1960, im 100. Jahr ihres Bestehens, erhielt die Wiener Allianz die Konzession für den Betrieb der Lebensversicherung, die dann der kurze Zeit später gegründeten "Wiener Allianz Lebensversicherungs-AG" übertragen wurde. Im Jahr 1972 folgte dann auch noch die Konzession für den Betrieb der Krankenversicherung, womit die Angebotspalette komplett war.

Es findet zusammen, was zusammen gehört ...

Im Sommer 1977 fanden schließlich Anglo-Elementar und die deutsche Allianz zusammen. Denn die Commercial Union zog sich aus Österreich zurück. Im gleichen Jahr übersiedelte die Wiener Allianz vom Opernringhof in die neu errichtete Generaldirektion am Hietzinger Kai.

... und wächst und gedeiht

Der Start zur wesentlichen Verbreiterung ihres Angebots gelang der Allianz Gruppe 1989 mit der Gründung der Allianz Investmentbank (AIB). Die Asset Management-Aktivitäten wurden durch die Allianz Invest KAG wahrgenommen wurden. Und seit Mai 1997 verfügt die AIB außerdem über eine Vollbank-Konzession.

Als die Allianz AG, München, und die Generali im Jahr 1991 ihre österreichischen Beteiligungen abglichen, wurden die beiden Wiener Allianz Versicherungsgesellschaften zu Tochtergesellschaften des deutschen Allianz Konzerns – und damit das, was der Name immer schon hatte vermuten lassen. Und Mitte 1992 wurde begonnen, alle drei österreichischen Allianz Gesellschaften – also Allianz Sach, Allianz Leben und Anglo-Elementar – unter eine gemeinsame Leitung zu stellen. Mit dieser Verwaltungsgemeinschaft startete ein Integrationsprozess, der 1997 zur Fusion von Anglo-Elementar mit den Wiener Allianz Gesellschaften führte. Die Allianz Gruppe in Österreich tritt seitdem als Allianz Elementar Versicherungs-AG und Allianz Elementar Lebensversicherungs-AG auf und zählt mit einem konsolidierten Prämienvolumen von 1,3 Milliarden Euro zu den sechs größten in Österreich tätigen Versicherungsunternehmen.

2000 - heute

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Weiter auf Erfolg getrimmt

Die Neuausrichtung der Versicherungsbranche vom Verkäufer- zum Käufermarkt fordert von allen Anbietern, dass sie ihre Produkte immer effizienter produzieren, um im Wettbewerb bestehen und die von Kunden nachgefragten Serviceleistungen bieten zu können. Mit einem für Österreich und auch Europa in dieser Form einzigartigen Schritt machte sich die Allianz bereits 1999 auf diese Reise in die Zukunft und hat ihre Geschäftsstruktur von Grund auf geändert. Das umfassende Wissen aus dem klassischen Versicherungsgeschäft wurde in einer einzigen Unternehmensdatenbank zusammengefasst, auf die strukturiert zugegriffen werden kann. Zuständig für das Vertrags- und Schadensmanagement ist seitdem das Allianz Kundenservice – ein Customer Care Center und zentrale Anlaufstelle für Kunden und Mitarbeiter. Mit diesem Umbau wurde die Präsenz vor Ort beim Kunden deutlich erhöht – und Österreich zum Vorbild für den internationalen Allianz Konzern. Das hier entwickelte Geschäftsfallbearbeitungs-System (GFB) wird nun als ABS auch in Deutschland implementiert. Und das rot-weiß-rote Geschäftsmodell mitsamt dem Allianz Kundenservice findet sich als Target Operation Model (TOM) im Gesamtkonzern

  Sozialgeschichte

Von 1860 bis heute hat sich die Gesellschaft grundlegend gewandelt. Seit jeher setzte die Allianz auf Tradition und Innovation - und übernahm auch in sozialen Belangen eine Vorreiterrolle.

  • Schriftsteller

    Hallo Dienstmann!

  • Allianz Mitarbeiter 1901

    1901: Mitarbeiter von Phönix gründen erste Beamten- gewerkschaft Österreichs

  • Allianz 1915 Kantine

    Mittagessen bei der Versicherungs- anstalt

  • beleuchtetes Allianzgebäude

    Verbesserte
    Arbeits-
    bedingungen

Schriftsteller

Hallo Dienstmann!

Hallo Dienstmann!

Das Geräusch, das viele Jahre lang den Innendienst des damaligen Phönix beherrschte, war das Kratzen von unzähligen Schreibfedern. Die Schreibmaschine, auch als „Graffelwerk“ bekannt, wurde nicht ernst genommen: „Das kann nicht funktionieren“, sind sich die Mitarbeiter einig. „Dieses Teufelszeug braucht niemand!“

Lieber bemühte man weiter den Dienstmann, der Briefe und Pakete im Eiltempo zustellte – falls er nicht gerade eine Zigaretten- oder Esspause (bevorzugt: die „Beamten-Forelle“) einlegte. Es kam auch vor, dass er die zuzustellenden Unterlagen auf einer Parkbank liegen ließ.

Um das ganze Räderwerk – fast ohne technische Hilfsmittel – auf dem neuesten Stand zu halten, bedurfte es hoher Disziplin, Pflichtbewusstsein und strengen Gehorsams. Gearbeitet wurde fast ausschließlich an Stehpulten. Mit größter Sorgfalt wurden tausende Vertragsänderungen, Schadenfälle, Neuabschlüsse und vieles mehr in große, schwere Bestandsaufnahmebücher eingetragen. Tinte und Papier waren teuer und so wurde jeder freie Millimeter am linken oder rechten Rand zu einem kostbaren Gut. Wer damit zu verschwenderisch umging, fing sich sofort einen entrüsteten Vorwurf seiner Vorgesetzten ein.

Auch nach außen hin traten die Versicherungsleute als strenge Respektspersonen auf. Das zeigte sich auch in der sorgfältig gewählten Kleidung: Gehrock und Zylinder gehörten zum ganz normalen Berufs-Outfit.



Allianz Mitarbeiter 1901

1901: Mitarbeiter von Phönix gründen erste Beamten- gewerkschaft Österreichs

1901: Mitarbeiter von Phönix gründen erste Beamtengewerkschaft Österreichs

1900 war das Arbeitsleben hierzulande stark reglementiert. Die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse war weitgehend den einzelnen Gesellschaften überlassen. Auch Versicherungsunternehmen waren noch streng hierarchisch gegliedert. Die Anstellung bei einer Versicherung war dennoch ein "Traumjob". Es gab Begünstigungen, viele davon lagen aber im Ermessen der Geschäftsführung und natürlich gar es keinen rechtlichen Anspruch darauf. Doch das sollte sich bald ändern.

Im Jahre 1901 wurde der Verein der Versicherungsangestellten Österreichs - die erste Beamtengewerkschaft unseres Landes - gegründet. Im Vorstand befand sich der damals 64-jährige Carl Linzbauer, ein Angestellter des Oesterreichischen Phönix. Er gilt als Gewerkschafter der ersten Stunde, der mit Mut und Erfahrung für die Rechte der Arbeitnehmer eintrat.

Mit der Gründung der Beamtengewerkschaft wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Mitbestimmung und -gestaltung der Arbeitsbedingungen gesetzt. Die Rechte der Arbeitnehmer sollten nun ausgebaut werden. In der ersten Ausgabe der Angestellten-Zeitschrift „Organ der Versicherungsbeamten“ wurde die Verbesserung der materiellen Lage der Beamten als Ziel genannt: „Gerade wir sind es, welche für unsere Institute eintreten, gerade wir sind es, welche den Geschäftsumfang der Anstalt fördern wollen, gerade wir sind es, welche das Blühen und Gedeihen der Versicherungsgesellschaften wünschen und tatkräftig unterstützen wollen.“

Die Gewerkschaft konnte in den folgenden Jahren einige Erfolge verzeichnen:

  • 1902 erfolgte die Bildung eines Komitees zur Errichtung einer eigenen Berufskrankenkasse.
  • 1903 wurde die Sonntagsarbeit abgeschafft.
  • Ab 1913 gab es an den Wochenenden nur mehr Journaldienste. „Nun können wir die Sonn- und Feiertage endlich im Kreise unserer Liebsten verbringen“, freuten sich die Angestellten.
Allianz 1915 Kantine

Mittagessen bei der Versicherungs- anstalt

Mittagessen bei der Versicherungsanstalt

1915, Erster Weltkrieg. Die Lebensmittelknappheit und eine zunehmende Steigerung der Lebenserhaltungskosten prägten den Alltag der Österreicher. Doch der Österreichische Phönix lenkte mit Hilfe des Vereins der Versicherungsangestellten gegen und richtete einen Mittagstisch für seine Mitarbeiter ein. Ein Unternehmenssprecher erklärte: „Für viele Angestellte ist es eine wichtige Frage, sich wenigstens das Mittagsessen zu sichern.“ Und die Mitarbeiter waren dankbar: „Dank der Hilfe von Phönix kann ich nun Geld sparen und meine Kinder besser versorgen.“

Essen wird zum Luxus im 2. Weltkrieg. In den Kochtöpfen der Werkküche spiegelt sich das Elend der Zeit wider. Lebensmittel sind knapp und teuer – deshalb muss eine pragmatische Lösung gefunden werden, um die Belegschaft auch weiterhin verköstigen zu können. Zur Versorgung der Werkküche wird in der Freudenau ein Areal angekauft, auf dem Gemüse und Obst angebaut werden sollen. Soweit – so gut. Aber wer wird das so genannte „Grabeland“ bewirtschaften? Ohne die tatkräftige Unterstützung durch die junge Generation würde vieles nicht mehr funktionieren. Auch sie bleibt von den strengen Dienstverpflichtungen nicht verschont und muss bei der Feldarbeit fleißig mit anpacken. Ein Lehrling von damals erinnert sich: „Unter der Woche mussten wir nach Büroschluss ins Grabeland. Dort wurde für die Werkküche angepflanzt.“ Die allermeisten haben – ebenso wie auch die Älteren – nicht die blasseste Ahnung von der Landwirtschaft und bemühen sich redlich. Als Lohn für die ungewohnte, schwere körperliche Arbeit gönnen sie sich köstliche Häppchen zwischendurch: „Vom Erdbeerbeet hat die Küche nie was bekommen“, gesteht der ehemalige Lehrling mit einem Augenzwinkern.

beleuchtetes Allianzgebäude

Verbesserte
Arbeits-
bedingungen

Verbesserte Arbeitsbedingungen

Jubel am 3. Mai 1948: die Versicherungsanstalten führten offiziell die 5-Tage-Woche ein. Die Angestellten mussten ab diesen Tag täglich nur noch 8 Stunden (von 8.00 bis 16.00 Uhr) arbeiten, dazu kam turnusmäßig zweigeteilt jeder zweite Samstag. „Ich freue mich schon auf das lange Ausschlafen am Samstag!“, hörte man von so manchem der gutgelaunten Mitarbeiter.

Knappe 3 Jahre später, am 10. August 1951, einigten sich der Verband der Versicherungsanstalten Österreichs und der Österreichische Gewerkschaftsbund auf den ersten Außendienst-Kollektivvertrag Europas.

  • altes Allianz Schriftstück

    Vertrieb einst und jetzt

  • Allianz Phönix Werbeslogan 1860

    Versicherungen "Im Namen Gottes“

  • alte Allianz Polizziermaschine

    Danke Elli, Adi und Holli

  • altes Wiener Allianz Logo

    Wandelbarer Adler

  • Browser URL

    Allianz im world wide web

altes Allianz Schriftstück

Vertrieb einst und jetzt

Vertrieb einst und jetzt

Die ersten Vertriebsmitarbeiter des Oesterreichischen Phönix und auch anderer Versicherungen waren Söhne aus gutem Haus mit einflussreichen Beziehungen zum Hochadel, zu Großgrundbesitzern und zum hohen Klerus. Die Kundenlisten dieser Akquisiteure spiegelten das Who-is-who des böhmischen, mährischen und österreichisch-ungarischen Adels wider.

Um 1870 wurde der Beruf des Agenten wie folgt beschrieben: "Die wichtigste Thätigkeit des Agenten ist diejenige, welche er beim und bis zum Vertragsabschluss zu entfalten hat. Denn nicht erst mit dem Abschluß oder den Vorbereitungshandlungen dazu beginnt die Arbeit, sondern es wird ganz besonders auch von ihm erwartet, daß er acquisitorisch wirke, Leute, die zu versichern geneigt sind, auffinde und der Gesellschaft zuführe, und solche, die dazu noch nicht geneigt sind, eines Besseren belehre und für die Versicherung gewinne. Ferner haben die Agenten folgende Aufgaben: Die Incassierung der Beiträge während der Dauer des Assecuranzvertrages, die fortlaufende Controlle der versicherten Sachen sowie die Regulierung von Schäden."

Der Berufsstand hatte im Laufe der Jahre immer wieder mit schlechtem Image zu kämpfen. Das Selbstbewusstsein wurde dadurch angeschlagen, jedoch nie vollständig zerstört. Um es weiter zu stärken, entstanden um 1945 klangvolle Berufstitel wie etwa Oberinspektoren, Hauptinspektoren, Dirigenten und Filialdirektoren.

Bis Ende der 1950er-Jahre erfolgte die Geschäftsaufbringung großteils durch neben- bzw. nichtberufliche Außendienstmitarbeiter. Hauptberufliche gab es nur sehr wenige. Man bezeichnete sie als Ortsvertreter oder Landagenten. Heute sorgen angestellte Außendienstmitarbeiter sowie selbständige Agenten und unabhängige Makler für je ein Drittel des jährlichen Prämienaufkommens.

Der heutige Exklusivvertrieb besteht aus dem sozialversicherten Außendienst und selbstständigen Agenten, die ausschließlich für die Allianz tätig sind. 2001 wurde ein Agentursystem geschaffen, das sich bis heute zur größten Franchise-Organisation der Branche in Österreich entwickelt hat.

Allianz Phönix Werbeslogan 1860

Versicherungen "Im Namen Gottes“

Versicherungen "Im Namen Gottes"

Die Allianz in Österreich wurde 1860 unter dem Namen „Versicherungs-Gesellschaft Oesterreichischer Phönix in Wien“ gegründet, und zwar als Tochtergesellschaft der „Dresdner Feuerversicherungs-Gesellschaft“. Der sagenumwobene heilige Vogel Phönix, der sich immer wieder selbst verbrennt und aus der Asche verjüngt hervorgeht, galt als hervorragende Metapher für Versicherungsgesellschaften.
Die Gesellschaft war zum Geschäftsbetrieb im In- und Ausland berechtigt, und Feuer-, Transport- und Hagelversicherung bildeten den Geschäftsgegenstand. Bereits im zweiten Jahr nach der Gründung bestand ein Netz von General- bzw. Hauptagentschaften sowie Repräsentanzen, welches sukzessive ausgebaut wurde, sodass die Allianz in allen Städten und größeren Orten vertreten war. Man bedenke: Allein das Kaiserreich Österreich, bzw. ab 1867 die österreichisch-ungarische Monarchie, reichte von Böhmen bis Dalmatien und von Siebenbürgen bis Vorarlberg.

Die unermüdlichen Anstrengungen wurden bald belohnt. Bereits 1863 erhielt der Oesterreichische Phönix das „k. k. Privilegium“ – im Gesellschaftsnamen verankert – sowie die Erlaubnis, auf allen Drucksorten den kaiserlichen Adler zu verwenden.

Wie damals allgemein üblich, schloss der Phönix Versicherungen „Im Namen Gottes“ ab. Die identifizierende Wirkung der gesellschaftlich relevanten Instanzen „Gott und Kaiser“ wurde – heute würde man sagen marketingmäßig – zum Imagetransfer genützt.

alte Allianz Polizziermaschine

Danke Elli, Adi und Holli

Danke Elli, Adi und Holli

Heute scheint es unvorstellbar, aber vor einem Jahrhundert waren handgeschriebene Polizzen und Briefe Standard. 1927 erfolgte dann ein echter Technologieschub beim Oesterreichischen Phönix: Elli („Elliott Fisher“, eine rechnende Buchungsmaschine) und Adi (Adrema-Anlage zur Ausfertigung von Prämienscheinen) schafften Erleichterung für die Menschen. Adi hatte noch keine Recheneinrichtung, aber sie arbeitete immerhin schon mit mehreren Durchschlägen – und war damit für das damals bestehende Verrechnungssystem einfach unentbehrlich.

Rund 10 Jahre später kam der erste Auftritt von Holli („Hollerith“ Type 405, alphabetisch-numerisch schreibende Tabelliermaschine aus Amerika). Der Phönix nahm Holli bereits 1938 als erster europäischer Versicherer in Betrieb. Ausgebildete Servicekräfte fehlten, alles musste mühsam erlernt werden.

Auch die Anschaffung einer elektrischen "Kouverts-Öffnungs-Maschine" war beschlossene Sache. Aber dann kam der Krieg, ständig Stromausfälle, keine Material- oder Ersatzteil-Lieferungen. Die Nachkriegszeit war ebenso schwierig, ein Mangel an Drucksorten, die Lieferfirmen konnten ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

Nach dem Krieg wurde wieder alles leichter. Ab 1954 ersetzte das direkte Inkasso das Vertreterinkasso, Versicherungsnehmer wurden direkt angeschrieben und zahlten ihre Prämien von nun an mittels Erlagschein ein. Ein Jahr später gab es bereits ein maschinelles Mahnverfahren!

1957 konnten Maschinen dann bereits Namens- und Bestandskarteien erstellen, und kurz danach erfolgte die erste maschinelle Schaden-Auswertung.

altes Wiener Allianz Logo

Wandelbarer Adler

Wandelbarer Adler

Ursprünglich diente der Adler als Firmenzeichen des deutschen Versicherungsunternehmens "Allianz", welches 1890 durch die Münchener Rückversicherungsgesellschaft und dem Bankhaus Merck, Fink und Co gegründet wurde. Das Allianz Logo hat eine bewegte Geschichte durchlaufen: Vom stolz thronenden Wappentier entwickelte es sich im Laufe der Zeit zu einem dynamischen Weltumsegler. Heute wird das blau-weiße Allianz Logo weltweit von der Unternehmensgruppe verwendet.

1890: ein majestätischer deutscher Reichsadler, darin integriert die Wahrzeichen Münchener Kindl und Berliner Bär. Die Vereinigung der beiden Symbole wies auf den Sitz der Gründerinstitute Münchener Rückversicherungsgesellschaft und Bankhaus Merck, Fink und Co., München, sowie dem Firmensitz der Allianz in Berlin hin.

1922: Die erfolgreiche Gesellschaft wird zum Allianz Konzern umfirmiert. Der Berliner Künstler Karl Schulpig kreiert ein zeitgemäßes Logo. Aus dem protzigen, verschnörkelten Adler wird ein Adler, der seine Jungen unter den Fittichen hält.
Das einprägsame Firmenlogo bleibt bis heute – mit zeitgemäßen Anpassungen – der markante Begleiter und das Symbol der Allianz auf einem Weg, der die Gesellschaft erfolgreich in über 70 Länder der Welt führt – und an die Spitze der europäischen Versicherungen.

1999: Letztes Facelifting: Der Adler wird abstrakt und der Allianz Konzern noch internationaler. Den weltweiten „Jungfernflug“ des Adlers begleitet eine internationale Werbekampagne.

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Browser URL

Allianz im world wide web

Allianz im world wide web

Februar 1996: www, Modem, Provider, Browser und URL. Begriffe, die plötzlich in aller Munde sind. Der Wandel von der Dienstleistungs- zur Wissens-, Informations- und Kommunikationsgesellschaft ist in vollem Gange. Die Allianz nützt diese Chance und präsentiert sich im Internet als starke Marke, als verlässlicher Partner. Heute ist die Website ein unverzichtbares, nicht mehr wegzudenkendes Informations- Kommunikations- und Unterhaltungstool.

Begonnen hat dieses Zeitalter der modernen Kommunikation in den späten 1960er Jahren mit der Entwicklung des Arpanets des US-Verteidigungsministeriums und seiner Hauptapplikation, dem E-Mail. 1989 entwickelte Tim Berners-Lee im CERN das world wide web (www). Bereits 1993 wurde der erste grafikfähige Webbrowser veröffentlicht und zum kostenlosen Download angeboten. Die breite Masse nutzte dieses Angebot sofort.

  Anekdoten

  • Kaiser Franz Josef

    Kaiser Franz Joseph und der Paternoster

  • Büste Schriftstück in einer Hand

    Die zehn Gebote des Versicherungs- wesens 1912

  • Brautpaar

    Heirat nur mit Genehmigung

  • Allianz Arbeitsplatz von früher

    Frauen sind „gefügiger“

Kaiser Franz Josef

Kaiser Franz Joseph und der Paternoster

Büroeröffnung mit Pannen

Die Elementar wechselte im Jahre 1909 in das neu erbaute Industriehaus am Schwarzenbergplatz 4. Zur feierlichen Eröffnung der neuen Büroräumlichkeiten erschien auch Seine Majestät Kaiser Franz Joseph. Allerdings nahm dessen Besuch ein frühes Ende. Da die oberen Stockwerke des Gebäudes nur über Seiteneingänge oder mit Hilfe eines Paternosters – welcher zu den schlimmsten Albträumen Seiner Majestät zählte - zu erreichen waren, blieb dem hochkarätigen Ehrengast nichts anderes über, als sich mit seinem gut einstudierten Standardsätzchen „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!“ vorzeitig zu verabschieden.
Ob sich der Kaiser über den Besuch tatsächlich „sehr gefreut“ hat, bleibt zu bezweifeln. Denn schon bei der Ankunft gab es einen unschönen Zwischenfall. Über dem Haupteingang war ein festlicher, roter Baldachin platziert worden. Am Veranstaltungstag regnete es in Strömen und das Regenwasser sammelte sich auf dem dekorativen Stoff.


Und dann passierte es: Als der Kaiser gut gelaunt am neuen Bürogebäude ankam und unter den Baldachin trat, gab dieser nach und überschüttete Seine Majestät im hellen Militärmantel mit Wasser. Doch damit nicht genug. Der Baldachin-Stoff war leider nicht farbecht - und so trug Kaiser Franz Joseph (ganze neun Jahre vor der Gründung der ersten Republik) unfreiwillig die Farben der Zukunft: rot-weiß-rot. So war dieser Herrscher seiner Zeit voraus …

Büste Schriftstück in einer Hand

Die zehn Gebote des Versicherungs- wesens 1912

Die zehn Gebote des Versicherungswesens 1912 vom Reisebeamten Josef Walla

  1. Du sollst an deine Gesellschaft glauben. Die Gesellschaft, die du vertrittst, soll dir die beste auf Erden erscheinen.
  2. Du sollst den Namen deiner Gesellschaft von niemandem verunglimpfen lassen.
  3. Du sollst fleißig im Geschäfte arbeiten, die Zeit ausnützen, dir aber auch Stunden der Erholung vergönnen.
  4. Du sollst die dir erteilten Aufträge gewissenhaft erfüllen und deinen Vorgesetzten den Tribut der Achtung zollen.
  5. Du sollst schaffen und nicht im Wirts- oder Kaffeehaus sitzen.
  6. Du sollst das Ansehen deines Standes heben.
  7. Du sollst dich bestreben, niemandem zu schaden, sondern allen zu nützen.
  8. Du sollst nicht neidig sein, wenn die Konkurrenz ein Geschäft gemacht hat. Du sollst aber energisch darüber nachdenken, wie sie es machen konnte und du nicht.
  9. Du sollst von deinem Arbeitgeber nie mehr verlangen, als deine Arbeit wert ist.
  10. Das dir von deiner Gesellschaft anvertraute Gut sei dir ein Heiligtum. Bewahre die Tarife vor den Augen Unberufener, lasse deine Handtasche nie in einem Gastlokale stehen, spare mit den Drucksorten und sondere die Prämiengelder von deinem Eigentume ab.
Brautpaar

Heirat nur mit Genehmigung

Heirat nur mit Genehmigung

So fortschrittlich der Oesterreichische Phönix mit seiner Dienstordnung war, mutet manche Bestimmung aus heutiger Sicht doch etwas seltsam an. Ein besonderes Kuriosum stellt das Genehmigungsansuchen bei Verehelichung an die Direktion dar. Erreichte das Jahreseinkommen bei Eheschließung nicht eine bestimmte Größenordnung, konnte der Verlust des höheren Anspruchs als dem gesetzlichen auf Witwenrente verfügt werden oder sogar auch die Entlassung des Angestellten.

Allianz Arbeitsplatz von früher

Frauen sind „gefügiger“

Frauen sind „gefügiger“

Die zahlreichen Einberufungen im Ersten Weltkrieg reißen Lücken in die Belegschaften, die ausgefüllt werden müssen. Man stellt täglich kündbare Arbeitskräfte, so genannte Diurnisten, ein – es sind vor allem Frauen.

Krieg bewirkt Umdenkprozess

Frauen stellen nun die Mehrheit des Personals, bei einzelnen Versicherungen sind 90% der Belegschaft weibliche Angestellte. „Frauen“, so weiß ein Chronist, „sind bedeutend gefügiger und billiger als die männlichen Arbeitskräfte. Insbesondere in jenen Branchen, in denen infolge der fortgeschrittenen Technik die Arbeit eine mechanische geworden war, hat die Frau rasche Erfolge zu erzielen vermocht. Besondere Vorkenntnisse sind überdies, infolge der großen Arbeitsteilung, die in der Versicherungswirtschaft um sich gegriffen hat, nicht nötig.“

Frauen an die Macht

Frauen bewähren sich in dieser schweren Zeit sogar in leitenden Stellen, die sonst nur Männern vorbehalten waren. Eine Erfahrung, die dem bis dahin vorherrschenden Vorurteil von ihrer geringeren Eignung für den Beruf einen merklichen Stoß gibt. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Geschäftsprozesse in geordneten Bahnen weiterlaufen und die Kunden trotz der Kriegswirren in gewohnter Weise ihre Versicherungsleistungen und Schadenzahlungen erhalten.