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800 Naturkatastrophen-Schäden pro Tag in Österreich

  • Rund 4 Millionen Schäden in Österreich seit dem Jahr 2000

  • Jänner, Juni und Juli am gefährlichsten

  • Top 3: Schäden aus Stürmen, Hochwasser und Hagel

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Der aktuelle „Allianz Naturkatastrophen-Kalender“ zeigt es deutlich: Die Naturkatastrophen-Saison 2015 steht vor der Tür. Insgesamt sind in Österreich in den vergangenen 15 Jahren etwa 4 Millionen Schäden entstanden, die auf Naturkatastrophen zurückzuführen sind – das sind im Schnitt rund 800 Schäden pro Tag. Ob das Einfamilienhaus am Land oder das Mehrparteienhaus mitten in der Stadt – heimische Bauwerke sind unterschiedlichsten Naturgewalten, wie zum Beispiel Sturm, Hagel oder Hochwasser tagtäglich ausgesetzt. „Im Durchschnitt ist jedes Gebäude in Österreich in den vergangenen 15 Jahren ein bis zwei Mal von einer Naturkatastrophe betroffen gewesen“, so Mag. Rupert Pichler, Leiter Rückversicherung und Nat-Cat-Management bei der Allianz.

Juli: Hochsaison, Weihnachtsfrieden im Dezember

Im „Allianz Naturkatastrophen-Kalender“, der einen Blick auf die Schadenstückzahlen der einzelnen Monate seit dem Jahr 2000 wirft, zeigen sich große Unterschiede bei der Verteilung der Naturgefahrenrisiken. Seit 2000 wurden bei der Allianz insgesamt 357.166 Schäden mit einer durchschnittlichen Schadenhöhe von 1.447 Euro gemeldet, die Naturgefahren als Ursache haben. Dabei zeigt sich, dass im Juli die meisten Schäden auftreten – insgesamt 17,3 Prozent. Der zweitgefährlichste Monat ist mit 15,6 Prozent aller Schadensfälle der Jänner. Auf Position drei rangiert der Juni (13,6), gefolgt von März (12,4) und August (11,5).

Als ungefährlichster Monat des Jahres hat sich mit 2,5 Prozent aller Schäden aus Naturkatastrophen der Dezember erwiesen. Die Zahlen bestätigen auch eine Besonderheit des heimischen Klimas: „Österreich ist das gesamte Jahr über einem speziellen Mix verschiedenster Naturgefahren ausgesetzt. Das gibt es in Europa in dieser Form kein zweites Mal“, erklärt Pichler. Aufgrund der geografischen Lage Österreichs und den damit einhergehenden Wetterverhältnissen gibt es keinen Monat, in dem Naturgefahren ausgeschlossen werden können. Die Gefährdung durch zumindest ein Wetterextrem besteht hierzulande immer.

Stürmischer Jänner, Juli verhagelt, August unter Wasser

Die häufigsten Schäden aus Naturkatastrophen werden durch Stürme verursacht: 52,9 Prozent der Vorfälle, also mehr als die Hälfte aller Nat-Cat-Schadenmeldungen, wurden in den vergangenen 15 Jahren bei der Allianz als Sturmschaden gemeldet. Auf Platz 2 rangieren Hochwasser (16,3 Prozent), vor Hagel (15,6 Prozent) und Schneedruck (14,4 Prozent). Mit 23,9 Prozent aller Sturmschäden hat sich dabei der Jänner zum „Sturm-Monat“ Nummer eins entwickelt. In keinem anderen Monat des Jahres sind auch nur annähernd so viele Schäden dieser Art zu verzeichnen gewesen. Speziell in den Monaten August (27,1 Prozent aller Hochwasserschäden) und Juni (26,6) ist die Gefahr von Schäden aufgrund von Hochwasser besonders gegeben. Hagelschäden haben vor allem in den Monaten Juli (46,1 Prozent aller Hagelschäden) und Juni (25,3) Hochsaison. Die meisten Schäden durch Schneedruck gibt es naturgemäß in den Wintermonaten, vor allem im Februar (35,6 Prozent aller durch Schneedruck verursachten Schäden) und im März (31,5).

Ausblick: Unwetter immer häufiger, immer schwerer

Laut Prognosen der Allianz werden Naturkatastrophen in Zukunft noch öfter auftreten - verursacht durch Klimawandel, aber auch andere Faktoren wie die zunehmende Wertekonzentration und Inanspruchnahme von gefährdeteren Flächen. Gleichzeitig steigt dabei auch die Intensität von Unwettern, wodurch eine Erhöhung des Schadenausmaßes zu befürchten ist. „Ganz besonders könnte dieses Szenario Hagelunwetter betreffen: Aufgrund des größer werdenden Energie- und Feuchtigkeitsgehaltes in der Atmosphäre - eine Zunahme um 2 Grad bedeutet um bis zu 20 Prozent mehr maximalen Wassergehalt in der Luft – muss verstärkt mit Hagel und Gewittern gerechnet werden“, erklärt Pichler abschließend.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

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MMag. Manfred Rapolter, MA
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