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Allianz Risk Barometer 2019: Angst vor wirtschaftspolitischen Risiken wächst in Österreichs Unternehmen

  • Bedrohlich: Handelskriege, Wirtschaftssanktionen, Brexit

  • Cybergefahren und Betriebsunterbrechung weltweit größte Unternehmensrisiken

  • Attacken aus dem Internet sorgen immer öfter für Betriebsstillstand

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Handelskriege, Wirtschaftssanktionen und Brexit zählen Österreichs Unternehmen heuer erstmals zu den größten Risiken ihrer Geschäftstätigkeit. Getoppt wird die Sorge vor rechtlichen und poltischen Einflüssen auf das Wirtschaftsumfeld lediglich von der Angst vor Cybervorfällen, die mehr als die Hälfte der befragten Experten als besonderes Risiko einstufen. Dies geht aus dem aktuellen Allianz Risk Barometer hervor, einer in 86 Ländern durchgeführten Umfrage zu den Top-Unternehmensrisiken für das heurige Jahr.

Österreich: Sorgen vor rechtlichen und politischen Einflüssen

Die Risikoeinschätzung der heimischen Wirtschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändert, wie ein Blick auf die Ergebnisse des Allianz Risk Barometer zeigt. „Die Gefahr einer Desintegration der Euro-Zone angesichts unsicherer Brexit-Entwicklungen, protektionistische Wirtschaftspolitik und drohende Handelskriege verunsichern die österreichische Wirtschaft mehr als je zuvor“, kommentiert Ole Ohlmeyer, Country Manager Austria and Eastern Europe bei Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), die Ergebnisse der Studie. Im Vorjahr noch kaum genannt, katapultierte sich diese Gefahr mit 43 Prozent auf Platz Zwei des Risiko-Rankings, noch vor Naturkatastrophen (36 Prozent) oder Betriebsunterbrechungen (30 Prozent). Das meiste Kopfzerbrechen bereitet Österreichs Firmen allerdings noch immer die Gefahr aus dem Netz: 51 Prozent der Unternehmen halten Cyber-Kriminalität, Datenlecks und IT-Zusammenbrüche aktuell für die erheblichste Bedrohung ihrer Tätigkeit. Neu unter den Top Ten ist die wachsende Sorge vor Feuer/Explosion (21 Prozent) und den allgemeinen makroökonomischen Entwicklungen (12 Prozent).

Cybervorfälle sind häufiger Auslöser von Betriebsunterbrechungen

Weltweit liegt die Cybergefahr gleichauf mit der Bedrohung durch Betriebsunterbrechungen an der Spitze der Risiken für die Wirtschaft (je 37 Prozent). Erst auf dem dritten Platz folgt die Angst vor Naturkatastrophen (28 Prozent). „Unternehmen müssen in einer vernetzten Gesellschaft mit immer vielfältigeren und komplexeren Szenarien und Auslösern für Störfälle und Betriebsunterbrechungen rechnen", betont Ohlmeyer. Neben Feuer und Naturkatastrophen führen immer öfter auch Cyberattacken, IT-Ausfälle, Produktrückrufe, Qualitätsprobleme, Terrorismus, politische Unruhen oder Umweltverschmutzung zum Betriebsstillstand. „Fast alle großen Sachschäden beinhalten inzwischen ein BU-Element, das in der Regel sogar den größten Teil des Schadens ausmacht“, so Ohlmeyer. Auffällig sei zudem, dass Cyber- und BU-Risiken zunehmend miteinander verknüpft sind, da Ransomware-Angriffe oder IT-Probleme oft zu Betriebs- und Serviceunterbrechungen führen.

Cyberrisiken: Wachsendes Bewusstsein, wachsende Verluste

Die Besorgnis im Hinblick auf Cybervorfälle folgt auf ein Jahr mit zahlreichen Datenskandalen, Hackerangriffen und IT-Pannen. Zudem rückte die Einführung strengerer Datenschutzbestimmungen Cyberrisiken zunehmend in den Blickpunkt der Unternehmen. Cyberkriminalität kostet heute weltweit rund 520 Milliarden Euro pro Jahr und damit um die Hälfte mehr als noch vor fünf Jahren.* Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher wirtschaftlicher Schaden von nur 180 Milliarden Euro im Jahr aus Naturkatastrophen. „Während Kriminelle innovative Methoden für Datenklau, Online-Betrug oder Cybererpressung einsetzen, wächst zugleich die Bedrohung durch Hackergruppen, die eng mit Nationalstaaten kooperieren. Sie zielen darauf ab, Betreiber kritischer Infrastruktur zu attackieren oder wertvolle Daten und Geschäftsgeheimnisse ausländischer Unternehmen zu rauben“, heißt es im Allianz Risk Barometer.

Rechtliche Veränderungen: Neue Risiken in 2019

2018 war ein Wendepunkt für den Welthandel – entsprechend sorgen sich Unternehmen auch zunehmend über rechtliche Veränderungen im Wirtschaftsumfeld. Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China, steigende Zölle und Wirtschaftssanktionen (Russland, Iran) belasten den Außenhandel. „Im Jahr 2019 zeichnen sich durch die anstehenden Wahlen in Europa, geringere Wachstumsaussichten für die Eurozone und USA sowie den unsicheren Ausgang der Brexit-Verhandlungen weitere Risiken ab“, so Ohlmeyer abschließend.

* Quelle: Center for Strategic and International Studies

Allianz Risk Barometer 2019

Die Befragung „Allianz Risk Barometer 2019“ wurde Ende 2018 von der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), dem Industrieversicherer der Allianz Gruppe, durchgeführt. Dabei gaben 2.415 Experten und Unternehmer aus 86 Ländern aus dem Industrie- und Firmenversicherungsgeschäft ihre Einschätzung ab, welche Risiken für Unternehmen aus bestimmten Regionen und Branchen im Jahr 2019 besonders dringlich sind.

Allianz Global Corporate & Specialty

Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS) ist die eigene Marke der Allianz Gruppe für Industrie- und Spezialrisiken. Die AGCS bietet Versicherungsschutz und Risikomanagement-Services über das gesamte Spektrum von Spezialversicherung, ART und Firmengeschäft: Marine, Aviation (inkl. Space), Energy, Engineering, Entertainment, Financial Lines (inkl. D&O), Liability, Mid-Corporate und Property (sowie Internationale Versicherungsprogramme).

Weltweit operiert die AGCS in 32 Ländern mit eigenen Einheiten und in mehr als 210 Ländern und Territorien über das Netzwerk der Allianz Gruppe und andere Partner. 2016 beschäftigte sie über 5.000 Mitarbeiter und lieferte Versicherungslösungen für mehr als die Hälfte der Fortune Global 500-Unternehmen. 2016 zeichnete die AGCS weltweit insgesamt 7,6 Milliarden Euro Bruttoprämien pro Jahr. Die AGCS SE verfügt über die Bonitätsratings AA von Standard & Poor’s und A+ von A.M.Best (2017).

 

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

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Die Allianz Gruppe Österreich übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der enthaltenen Aussagen und Informationen. Aus dieser Pressemitteilung erwachsen keine Rechtsansprüche – gleichgültig welcher Art. Irrtümer und Tippfehler sind vorbehalten.

 

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Lisa Wissenwasser, MA
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