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Allianz Umfrage: Jedes zehnte Ein-Personen-Unternehmen nicht versichert

  • Zwei Drittel sehen Unfall und Streitigkeiten als Top-Risiken

  • Nur ein Drittel der Kleinunternehmer versichert seine eigene Arbeitskraft

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Etwa 290.000 Ein-Personen-Unternehmen und 160.000 Kleinstbetriebe gibt es in Österreich. „Bei den heimischen Kleinstunternehmen klafft eine große Lücke zwischen Risikowahrnehmung und Versicherungsdeckung. Bei Ein-Personen-Unternehmen ist diese Lücke besonders groß, hat doch jeder zehnte Unternehmer überhaupt keine Versicherung abgeschlossen“, kommentiert Dr. Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Versicherungsverhalten von EPUs und Kleinstunternehmen unter die Lupe nimmt. 

Risikobewusstsein: Unfall & Streitigkeiten mit Kunden am meisten gefürchtet

Bei der Frage, welche Risiken besonders gefürchtet sind, liegt der Verlust von Umsatz durch Krankheit oder Unfall (68 Prozent) auf Platz 1. Für zwei Drittel der befragten Unternehmer steht die Absicherung gegen Schadenersatzansprüche sowie rechtliche Unterstützung bei Streitigkeiten mit Kunden hoch im Kurs, knapp vor der Absicherung gegen Einbruch/Diebstahl (64 Prozent). Nur jeder vierte Befragte fürchtet rechtliche Auseinandersetzungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 

Existenzbedrohende Risiken unzureichend abgesichert

Wirft man einen Blick auf die tatsächlich abgeschlossenen Versicherungen, so ist die Betriebshaftpflichtversicherung am meisten verbreitet, die von 74 Prozent der Befragten abgeschlossen wurden, 68 Prozent haben eine Feuerversicherung abgeschlossen, 66 Prozent eine Kfz-Versicherung für Firmenautos. Eine große Lücke zwischen abgeschlossenen Versicherungen und Risikowahrnehmung klafft im Bereich der Absicherung von Krankheit bzw. Unfall: Während diese als Top-Risiko wahrgenommen werden, hat nur etwa ein Drittel der Befragten dieses Risiko versichert. „Besonders für ein Ein-Personen-Unternehmen ist der Ausfall der eigenen Arbeitskraft das größte Risiko. Hier besteht großer Aufholbedarf“, erklärt Oswald. 

Versicherungsabschluss: Persönliche Beratung gefragt

Wirft man einen Blick auf die Auswahlkriterien beim Kauf einer Versicherung, so nutzt fast jeder zweite Unternehmer Online-Kanäle zur Recherche von Versicherungsangeboten – vor dem Vertragsabschluss suchen jedoch neun von zehn Befragten den direkten persönlichen Kontakt zu einem Berater. „Auch im Zeitalter der Digitalisierung gilt: Persönliche Beratung ist und bleibt auch für Gewerbeversicherungskunden sehr wichtig“, so Oswald. Aufgrund der differenzierten Risikosituation bei Unternehmen ist individuelle Beratung ein Gebot der Stunde. Die Allianz evaluiert bei Firmenkunden im Rahmen des Beratungsansatzes „Allianz Business Check“ die Situation des Unternehmers in Bezug auf Absicherung von Sachwerten, Vermögen, Person und Altersvorsorge. „Neben Risikoberatung und Prävention ist es wichtig, maßgeschneiderte Lösungsansätze für die Unternehmer zu entwickeln, damit auftretende Risiken nicht zum finanziellen Desaster für den jeweiligen Betrieb werden“, so Oswald abschließend. 

Die Umfrage „Versicherungsverhalten von EPUs und Kleinstbetrieben“ wurde im Sommer 2016 in Form einer telefonischen Befragung vom TNS Info Research Austria-Institut im Auftrag der Allianz Gruppe in Österreich durchgeführt. Befragt wurden – repräsentativ für ganz Österreich – 803 Unternehmer (EPUs und Kleinstunternehmen mit 1-4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern).

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

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MMag. Manfred Rapolter, MA
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